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Überführung Cowes - Kiel Teil 1

An einer Parade aus knallorangen Sturmfocks und Trysegeln, die fürs Fastnet Race gesetzt wurden, vorbei machen wir uns am Sonntag morgen zu sechst von Cowes in Richtung Kiel auf - rund 500sm liegen vor uns. Bei lahmen 4kn Wind aus SE lassen wir zunächst unserem Schweden, namens Volvo Penta, arbeiten und genießen den Solent mal ohne Blick für Gegner und Regattamarken. Gegen frühen Abend setzt dann zum Glück etwas Wind ein und wir unsere Segel. Nicht nur wir fahren im Wachsystem auch unsere Nexus- Anlage meint sich frei nehmen zu können und zeigt 'Error@ an. Ohne weitere Angaben zu Tiefe und Windgeschwindigkeit etc. Und einem Wechselspiel aus Motor an, Segel runter und umgekehrt verbringen wir die Nacht. Montag vormittag ist der Wind dann konstanter (schätzungsweise 8-10kn aus E) und wir hangeln uns bei Sonnenschein im Zick-Zack-Kurs um die ein- und auslaufenden Fähren von Dover. Unglaublich in welcher Taktung Menschen von und auf die Insel wollen... Melanie und mich beschleicht das Gefühl eines 'blue-race-deja-vues' als wir mal wieder mit dem Nexus Vertreter telefonieren, um uns Tipps abzuholen, wie man unsere immernoch 'wachfreien' Instrumente wieder in Gang zu bringen. Doch alle Stecker rein-raus-Manöver bleiben dieses Mal ohne Erfolg - der Server hat wohl schlapp gemacht. Also Segeln wir etwas im Blindflug weiter die englische Küste entlang 'gen NE. In Höhe der Themse frischt der Wind am Nachmittag etwas auf und wir surfen jauchzend bei schätzungsweise bis zu 25 kn Wind und mehr als 1O kn SOG der Heimat entgegen. Da Ramsgate ja nicht unbedingt eine Reise wert sein soll und wir ja nun auch Wind haben verwerfen wir unserem Plan, dorthin zum Tanken abzulaufen. Stattdessen hangeln wir uns des Nachts von einem Deep Water Way zum anderen in Richtung holländische Küste. Der Wirtschaftskrise und damit wohl auch abnehmenden Schiffsverkehr sei Dank, daß sich die Ausweichmanöver in Grenzen halten. Für unsere zwei Binnensegler an Board nehmen wir noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit wie Windpark, Bohrinsel und Tümmler auf den abzusegelnden Kurs. Wenns so weiterläuft, dann könnten wir am Mittwoch in Cuxhaven sein.

Die Überführungscrew Kirsten, Ina, Melanie, Merle, Christian und Frauke

 

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