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IDMS Inshore - Wenig Wind können wir nicht
Im Rahmen der Flensburger Herbstwoche haben wir an der Internationalen Deutschen Meisterschaft im Seesegeln teilgenommen. Und so schön ein Spätsommer im September ist, so ist dieser meist mit einem Hoch im Norden und wenig Wind verbunden.
An vier Regattatagen wurde der Deutsche Meister „Inshore“ d.h. auf Up-and-Down-Regatten ermittelt. Vorweg: Wir sind es leider nicht geworden. Wenig Wind können wir nicht.
Bei Windbedingungen an den ersten 2 Tagen mit Wind zwischen 2 kn und 7 kn haben wir versucht unser Boot ans Fahren zu bekommen, haben der Konkurrenz aber meist nur hinter her geschaut. Leichte Verzweiflung machte sich breit. Alle möglichen Änderungen der Segeleinstellung oder des Riggtrimms wurden besprochen. Mit der immer gleichen Frage: Warum sind wir aber den Rest der Saison mit genau den gleichen Segeln und genau dem Rigg teilweise sehr gut gesegelt? Immerhin waren die Bedingungen an den folgenden zwei Tagen besser, der Wind wehte konstant und mit durchschnittlich mit 12 kn. Sonne und Wind auf der Flensburger Förde haben fast ein wenig Solent-Feeling bei uns aufkommen lassen. Irgendwie haben wir dies aber auch nicht in bessere Ergebnisse umsetzen können. Am Ende sind wir 9 von 11 Teilnehmern in unserer Klasse geworden.
IDMS Offshore - Mehr Wind führt auch nicht zu besseren Ergebnissen
Offshore-Segeln, d.h. Strecke machen, Tag und Nacht segeln und eigentlich ist dies die Disziplin, die uns sehr viel mehr liegt und auch mehr Spaß macht, als Up-and-Downs zu segeln. Wir waren also voller Hoffnung auf den zweiten Teil der Deutschen Meisterschaft im Seesegeln.
Doch oh Graus: Gleich der erste Tag, der mit einer Regatta von 60 sm angesetzt war, wurde von uns in Internationale "Dümpel" Meisterschaft im Seesegeln umgetauft. Dazu kam es wie folgt: Regattastart bei 2 kn Wind (wenig), 1 ½ Stunden haben wir gebraucht um überhaupt zum Luv-Fass zu kommen (nur 1 sm) und dann nahm der Wind ab… Wir haben es sogar geschafft uns einmal um uns selbst zu drehen und dabei rückwärts zu treiben. Kurzfristig kam die Idee auf, dass rückwärts treiben vielleicht schneller geht… Für die ersten 12 sm benötigten wir 8 Stunden und um 17:00 Uhr war die See um uns rum spiegelglatt und zudem waren wir wieder ans Ende des Feldes durchgedümpelt worden. Das war’s dann für uns, im Zeitlimit durch ein Ziel zu laufen war jenseits jeder Realität, also packten wir die Segel ein und motorten in den Hafen.
Die nächsten zwei Tage wurden besser und das Segeln war bei sehr guten Meisterschaftsbedingungen großartig. Wir haben aus den Erfahrungen des letzten Wochenendes gelernt und das Boot voller getrimmt, mehr auf Speed, denn auf Höhe gesegelt und das Ganze fühlte sich auch sehr viel besser an. Leider äußerte sich das nicht wirklich in den verrechneten Plätzen, wo wir uns im hinteren Teil des Feldes einnisteten. Für uns und unser Boot darf es eigentlich nur Wettfahrten unter Spi-Kurs und dann am Besten mit spitzen Spikursen geben. Dabei fängt unser Boot erst richtig an zu „rennen“. Leider gibt es das nicht.
Fazit der beiden Wochenenden der Deutschen Meisterschaft im Seesegeln
Unsere Eigenanalyse und auch die Fremdanalyse der Mitstreiter hat Folgendes ergeben: Auf der Haben-Seite: Unsere Manöver -egal ob an der Up- oder Down-Tonne- klappen super, jeder zweite Start ist prima, und der Wille ist auch da. Zudem sind wir auf Spi-Kursen ganz gut und auf extrem spitzen Spi-Kursen unschlagbar. Auf unserer Soll-Seite: Zu viel Höhe mit zu wenig Speed gesegelt, Segel, die am Ende der der Saison einfach Wind zum Stehen brauchen und einen GPH-Wert in der ORC Int. Vermessung, der jenseits der Möglichkeit liegt ihn heraus zu segeln. Wir wünschen uns für die Zukunft IRC Regatten.
Wer uns kennt, weiß, dass wir uns dadurch nicht unterkriegen lassen. Wir haben wieder viel gelernt, gefühlt sind wir vor allem am zweiten Wochenende teilweise sehr gut gesegelt, auch wenn die berechneten Platzierungen dies nicht zeigen. Und wenn es nicht um die ersten drei Plätze geht, sind die restlichen Platzierungen auch egal. |